24 Stundenübung

Ein besonderes Wochenende erlebten die Jugendlichen der Jugendfeuerwehr Amerang am 26. & 27. Oktober 2013. An diesen beiden Tagen fand eine 24 Stundenübung statt.
Für diese Übung hatten sich die Jugendwarte Helmut Grill und Veronika Gubisch mit vielen Helfern viele besondere Übungen einfallen lassen.

So kam es das 9 Jugendliche sich am Samstagnachmittag um 14:00 Uhr im Feuerwehrhaus einfanden. Nach einer kurzen Begrüßung und Organisatorischen Einführung ging es mit den Vorbereitungen für die nächsten 24 Stunden los.
Als erstes mussten der Schlaf- und Aufenthaltsraum bereit gemacht werden, das man dann am Abend auch eine Möglichkeit hatte zum schlafen. So wurden die Betten aufgestellt bevor man dann an die Fahrzeuge ging.
Die Jugendlichen checkten die Autos, ob alles ordnungsgemäß verstaut war und alle Geräte einsatzbereit waren.

Unter dieser Kontrolle ging auch schon der erste Alarm los. Ein Mülleimer auf dem gemeindlichen Parkplatz war in Brand geraten. Mit Blaulicht und Martinshorn ging es mit 2 Fahrzeugen ins Dorf um das Feuer zu bekämpfen. Am Anfang arbeiteten die Jugendlichen mit Feuerlöschern, da der Brand aber nicht aus ging entschieden sie mit dem Schnellangriff und dem Wasser aus dem Tank des Fahrzeuges den Brand zu bekämpfen. Das zeigte Wirkung und der Brand war kurz darauf gelöscht und die Jugendfeuerwehr konnte wieder abrücken.

Nachdem das Auto wieder aufgefüllt und einsatzklar gemacht wurde, mussten noch Lebensmittel gekauft werden. Schließlich wollten alle am Abend was zum Essen. Auch das Frühstück musste für den nächsten Tag besorgt werden. Kaum warn die Jugendlichen vom Einkaufen wieder da und man hatte ein Kickertunier begonnen, wurden die Jungen und Mädchen zu dem nächsten Einsatz gerufen.
Diesmal galt es eine Ölspur zu beseitigen, die in Pamering ein Traktor verursacht hatte.
Auch diesen Einsatz meisterte die Jugendfeuerwehr in kürzester Zeit. Anschließend hatten alle von dem vielen Kehrer Hunger und so begaben sich die Jugendlichen in die Küche um ihr Abendessen zu kochen. Es gab für alle leckere Spagetti Bolognese und Salat.

Kurz nach dem Essen folgte schon der 3. Alarm. Brand einer kleinen Wohnhütte. Als die Jugendlichen am Einsatzort ankamen stand die Hütte bereits in Vollbrand. Glücklicherweise war der Hausbesitzer und seine Freunde bereits aus dem Haus entkommen.
Nun galt es für die Jungen und Mädchen den Brand zu löschen und die 4 verletzten Personen zu versorgen bis die Johanniter eintreffen und sie übernehmen würden.
Für den Gruppenführer, der wie in allen Einsätzen von den Jugendlichen selbst gestellt aber von einem erfahrenen Gruppenführer unterstützt wurde, galt es nun, seine Mannschaft sinnvoll einzuteilen.

Dieser teilte seine Männer und Frauen auf in Brandbekämpfung und Verletzten Versorgung.
Während der eine Teil mit dem Aufbau der Löschleitung beschäftigt war, kämpften die anderen damit, den aufgebrachten Hausbesitzer zu beruhigen und von der löschenden Mannschaft weg zu bewegen, damit diese arbeiten konnten. Zudem kam dann noch dazu, das sich innerhalb kürzester Zeit viele Schaulustige eingefunden haben und die Arbeit der Jugendfeuerwehr behinderten.
Die Jugendlichen blieben aber ruhig und hatten die Situation im Griff. Als dann die Johanniter eintrafen und die verletzten übernahmen, konnte sich die gesamte Mannschaft der Jugendfeuerwehr auf das Löschen des Brandes konzentrieren.

Als dann der Brand aus war, ging es für die Jugendlichen wieder zurück ins Feuerwehrhaus. Auto wieder aufrüsten und dann endlich die wohl verdiente Ruhe genießen.
Diese ruhe währte aber nicht lange. Bereits nach einer halben Stunde wurde es wieder ernst.
Verkehrsunfall in Pfaffing bei Evenhausen war gemeldet. Am Ende stellte sich heraus, das der Unfall in Pfaffing hinter Edling gemeint war. So ging es wieder zurück nach Hause.

Die Jugendlichen schauten sich nun einen Film an. Nach dem Ende, gingen alle schlafen. Einige versuchten zu warten, bis der nächste Alarm ging. Da es aber lange Zeit still war, schliefen auch diese wieder ein. Ernst wurde es erst wieder um 05:00 Uhr. Dieses mal war wieder ein Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen gemeldet, zwischen Hopfgarten und Kammer. Jedoch war es kein Fehlalarm wie beim ersten Mal, sondern ernst. Ein Auto war auf der Heimfahrt von einer Discothek in einem Baum gekracht. Man sah auf Anhieb 3 verletzte Personen, 2 eingeklemmt. Der Fahrer war aber nicht im Auto. Dieser musste aus dem Autogeschleudert oder weggelaufen sein. Sofort leitete der Gruppenführer eine Suchaktion ein und teilte seine Mannschaft auf. Während ein Teil mit Wärmekamera und Lampen auf die Suche nach dem Fahrer gingen, bereite der andere Teil alle Geräte für die Befreiung der anderen verletzten vor.
Nach dem die Johanniterjugend die Verletzten grundversorgt hatten, wurde in Absprache mit dem Rettungsdienst die beiden eingeklemmten Personen mit Spreizer und Schere befreit. Als alle Patienten befreit und versorgt waren, begannen die Aufräumarbeiten. Wieder zurück am Feuerwehrhaus gab es dann endlich um 07:00 Uhr ein Frühstück für alle.
Das gemütliche Beisammen sein wurde so lange ausgekostet, bis man auf einmal dunklen Rauch aufgehen sah. Sofort sprangen alle auf und wurde mit 2 Autos losgefahren um zu sehen, was da vor sich ging.
Wie sich herausstellte, hatte sich der Brand vom Vortag wieder entzündet. Da löschen jedoch nicht mehr viel Sinn machte, entschied der Gruppenführer den Rest kontrolliert abbrennen zu lassen.
Zurück am Feuerwehrhaus wurden die Autos und die Aufenthaltsräume geputzt und aufgeräumt.
Bei einem gemeinsamen, abschließenden Mittagessen ließ man die Übung gemütlich ausklingen und noch kurz Revue passieren.

Für alle Jugendliche und auch deren Helfer war es ein ungewöhnliches, actionreiches und schönes Abenteuer mit vielen neuen Erfahrungen.