Hier wird erklärt wie eine Feuerwehr alamiert wird
 

In Deutschland gibt es überwiegend Freiwillige Feuerwehren, deren Mitglieder tagsüber auch in der Arbeit oder zu Hause sind. Bei einem Einsatz müssen diese Kräfte daher erst einmal alarmiert werden damit sie zum Einsatz ausrücken können. Im Folgenden wird kurz beschreiben wie so eine Alarmierung vom Notruf bis zum Alarm für den einzelnen Feuerwehrmann abläuft.

 

Notruf

 

Wird die Notrufnummer 112 gewählt läuft  der Anruf in der Integrierten Leitstelle für Rettungsdienst und  Feuerwehralarmierung Rosenheim (kurz ILST Rosenheim)auf. Der  diensthabende Disponent nimmt den Notruf entgegen und frägt alle  relevanten Daten zum Notfall ab. Anhand der erhaltenen Informationen  entscheidet er mit Hilfe des Einsatzleitsystems in dem mögliche  Einsatzszenen nach Alarmstichworten beplant wurden, welche Rettungsmittel und damit welche Feuerwehr zu entsenden sind. .

 

Alarmierung
Alarmstufen und Alarmpläne

 

Da bei größeren Notfällen eine Feuerwehr oft nicht ausreichend ist, wurde entsprechend der aktuellen Alarmierungsbekanntmachung für Feuerwehr und Katastrophenschutz im Land Bayern zu Alarmstichworten so genannten Einsatzmittelketten für ca. 58 Alarmstichworte erstellt. Der Disponent ordnet den Notruf einem passenden Alarmstichwort zu, der Leitrechner stellt einen Alarmvorschlag anhand der Zonenplanung, der Einsatzmittelkette (pdf) und im vorhinein bestimmte Bereichsfolgen (pdf) zusammen, den der Disponent anerkennen und freigeben muss, damit die vorgeschlagenen Feuerwehren alarmiert werden können.

Anhand dem Stichwort entscheidet sich ob ein zeitkritischer Einsatz vorliegt. Wenn ein zeitkritischer Einsatz nötig ist, wird in Amerang die Sirene mitalarmiert (dies kann allerdings von Feuerwehr zu Feuerwehr unterschiedlich sein). Wird keine Sirene alarmiert werden die entsprechenden Fünftonfolgen per Analogfunk ausgesandt. Diese werden dann von den Funkmeldeempfängern (auch Piepser genannt), die von einer Anzahl Feuerwehrangehöriger immer bei sich getragen werden, und einem Fernwirkempfänger für die Sirene empfangen und ausgewertet. Stimmt die empfangene Tonfolge mit der gespeicherten überein lösen die Funkmeldeempfänger aus und die Feuerwehrangehörigen begeben sich auf dem schnellsten Weg zum Gerätehaus um auszurücken. Wird die Sirene mitalarmiert wird an die Fünftonfolge ein Dauerton angehängt der zusammen mit der Tonfolge den Sirenensteuerempfänger signalisiert, dass Sirenenalarm gegeben werden soll. 

 

Zeitgleich versendet die ILSt  ein Fax auf dem alle für die Feuerwehr relevanten Angaben wie Einsatzart und Ort sowie die alarmierten Kräfte stehen, so dass die Feuerwehr sofort nach dem lesen des Fax ohne Nachfrage bei der Leitstelle ausrücken kann um den Funkverkehr zu entlasten.

 

Zusätzlich zu den beiden standardmäßigen Alarmierungsarten über Piepser und Sirene gibt es bei uns noch eine SMS-Alarmierung. Dabei wird von einem PC, der die gesandten Fünftonfolgenauswertet, automatisch bei einem Alarm für unsere Feuerwehr eine sog. Flash-SMS an die Handys der Kameraden versandt.

Die Alarmstufen aus alten Tagen gibt es seit dem Rückzug der Polizei aus der Feuerwehralarmierung nicht mehr.