Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Amerang

Feuer ein gar gefräßiges Element. So wohltuende Wirkung es am Herd oder im Ofen ausübt, so erschreckend ist es wenn es von da wegzüngelt, auf den Dachboden schleicht und als roter Hahn über dem Dache erscheint "Wild feur” hieß es da in alten Zeiten. Darum rief der Nachtwächter zur Wachsamkeit auf Feuer und Licht auf, wenn die Uhr die mitternächtliche Stunde schlug, darum grub man mitten im Dorfe einen Weiher um das kräftigste Mittel zur Bekämpfung dieses Elementes zur Hand zu haben, darum taten sich Männer zusammen, um mit vereinten Kräften noch zu retten was zu retten ist.

Chroni1Man ging vor Jahrhunderten
m i t w a s s e r g e f ü l l t e n
zylinderartigen Gefäßen aus
Leinen gegen diesen Feind
vor.






Jeder Freiwillige oder durch die Pflicht gehaltene Mann hatte solch ein Säckel in seinem Hause zu verwahren. Man griff mit Handspritzen ein, die gegen Bezahlung von 50 Pfennigen in jedes Haus gelegt wurden. Als die Maschine einsetzte und das Wasser gegen den Schädling schleuderte atmete man geradezu auf und fühlte sich gesichert, als mechanische Kraft die Hände ablöste. Schon vor der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr gab es in Amerang eine sogenannte Dorffeuerwehr. Ausgerüstet war diese Dorfwehr unter anderem mit einer Druckspritze. Die Spritze war Eigentum des Distrikts Wasserburg. Mit einem Schreiben vom 29. Juni 1873 vom Bezirksamtmann, der unter anderem darauf hinweist das auf dem Brandplatz mehr Befehlende als Gehorchende erscheinen , durch Lärmen und Schreien oft der wichtige Angriff aufs Feuer vereitelt wird, und es besonders die ländliche Bevölkerung es meistenteils vorzieht bei einem, Brande müßig zuzusehen, als durch aufopfernde Arbeit die verheerende Gewalt des Feuers zu bekämpfen, wird aufgerufen , gemeindliche Feuerwehren und Ausschüsse der Feuerlöschbezirke zu organisieren.

Kurze Zeit später erließ Bürgermeister Blank eine Feuerlöschordnung für die Gemeinde Amerang.
Ein kurzer Auszug der Feuerlöschordnung:

8. Alle männlichen Bewohner des ganzen Gemeindebezirks vom 18ten bis 60ten Lebensjahre sind verpflichtet am Brandplatze sich einzufinden und Dienste zu leisten. Ausgenommen sind nur Kranke und Untaugliche, ferner eine Mannsperson, welche zur Bewachung seines eigenen Hauses zurückbleiben darf. Auch sind ausgenommen die Bewohner einer Brandstätte nächst gelegenen Gebäude. 12.Das Zechen in den Wirtshäusern während des Brandes ist strenge verboten, und auf Befehl des Bürgermeisters können alle Gäste ausgeschafft werden. Auch für den Feuerlöschbezirk, den die Gemeinden Amerang, Evenhausen und Schonstett mit Zillham bildeten wurde eine Feuerlöschordnung erlassen. Diese Gemeinden verpflichteten sich bereits bei Wahrnehmung eines Brandes gegenseitig Hilfe zu leisten. In einigen Gemeinden des Bezirks, und der Stadt Wasserburg gab es bereits Freiwillige Feuerwehren.
Nach dem großen Stadtbrand Wasserburgs am 1. Mai 1874 war hier ein Aufschwung zu erkennen. In der zweiten Hälfte des Jahres 1874 bis Ende 1876 wurden im Bezirk nicht weniger als 32 Freiwillige Feuerwehren gegründet Große Verdienste erwarb sich hier der damalige königliche Bezirksamtmann Stenger.
In vereinten Kräften liegt die Macht und so wurde am 21. 1.1875 in der Rechlschen Gastwirtschaft die Freiwillige Feuerwehr Amerang gegründet.

Unstimmigkeiten gab es Anfangs über die Bezahlung der nötigen Ausrüstung der Feuerwehr in Amerang. Diese gingen dann soweit, dass das Bezirksamt Wasserburg der Gemeinde androhte, die in Amerang stationierte Distriksspritze abzuziehen. Wenn die Gemeinde Amerang nicht die Kosten der Ausrüstung aus der Gemeindekasse begleiche, müsste sie deshalb zusätzlich selbst eine Spritze erwerben. Gleichzeitig wurde das neu erbaute Feuerwehrhaus mit einem feierlichen Einmarsch seiner Bestimmung übergeben. Als Gäste war die Freiwillige Feuerwehr Evenhausen geladen.

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Der Chronist schrieb damals:

Abends war gesellige Unterhaltung, welche trotz der verschiedenen Elemente ohne die geringste Störung verlief. Wer nicht freiwillig Feuerwehrdienst leistete wurde durch die Gemeinde verpflichtet. Diese Pflichtfeuerwehr unterstand bei Übungen und Einsätzen dem Kommando der Freiwilligen Feuerwehr. Gekennzeichnet waren die Verpflichteten an verschiedenfarbigen Armbinden. Die Führung einer Freiwilligen Feuerwehr oblag dem Verwaltungsrat, dieser Bestand aus 1. Vorstand, 2. Hauptmann, 3 Schriftführer, 4. Kassier, 5. Requisitenmeister und 3 Zugführern. Der so gewählte Verwaltungsrat hatte die Mannschaft in drei Züge abzuteilen und zwar in Steiger, Spritzenmänner , Retter und Ordnungsmänner.
Die STEIGER, wozu in Dörfern 6-8 junge und gewandte Männer genommen werden, haben den Schlauchführerdienst zu versehen, sowie Menschen und Eigentum aus solchen gefährlichen Positionen zu retten, wo die Retter und Ordnungsmänner nicht hinkommen können. Ebenso haben die Steiger die Einlegung gefährlicher Gebäudeteile vorzunehmen.
Die SPRITZENMÄNNER haben die Spritze zu bedienen, die Schläuche zu den Leitern zu legen und für die Wasserbeschaffung zu sorgen.
Die RETTER oder die ORDNUNGSMÄNNER besorgen das Ausräumen aus solchen Lokalen die ohne Steigerrequisiten und ohne besondere Gefahr betreten werden können. Sie haben die Bewachung aller geretteten Sachen zu übernehmen, den Übungs- und Brandplatz abzusperren und überhaupt für Ordnung bei Übungen und Feuersbrünsten zu sorgen.
Geregelt war auch der Anspanndienst und der Dienst des Feuerreiters.

1879 wurde die Wehr mit 24 Messinghelmen ausgerüstet. Voraus ging, dass bei einer Übung mehrere Männer auf der Leiter standen , dem Obersteiger das Strahlrohr aus der Hand glitt, und es dem Unteren dermaßen auf dem Kopf fiel das dieser erheblich am Kopfe verletzt einige Tage arbeitsunfähig war.

Zum ersten größeren Brand in Amerang nach der Gründung der FFW kam es am 20. Mai 1879 gegen vier Uhr früh brannte die Schneidsäge und viel gelagertes Wertholz sowie ein Teil der Mahlmühle des Müller Stölzinger in Obersur ab.
Im gleichen Jahr fand die erste Fahnenweihe bei der die FFW Halfing die Patenstelle übernahm statt.
Die Fahrten mit der Spritze zur Brandstelle wurden vom jeweiligen Spritzenfahrer, der die Pferde bereitstellen mußte der Gemeinde in Rechnung gestellt, ebenso wurde dem Requisitenmeister Vodermaier ein jährlicher Betrag von 12 Mark für die Reinigung der Feuerspritzen bezahlt.
Auch ist zu Erwähnen, dass das Einsatzgebiet der Feuerwehr damals sehr groß war. Es wurde bis Wasserburg, Griesstätt, Endorf, Kienberg und nach Schnaitsee zu Fuß oder mit Pferdegespann ausgerückt. Die Alarmierung der Löschmannschaften erfolgte durch Läuten der Kirchenglocken sowie Trompeten und Feuerreiter die dann benachbarte Wehren alarmierten, die meist schon durch Wahrnehmung starker Rauchwolken in Richtung Brandstelle unterwegs waren. Auch kam es manchmal vor, dass auf halber Strecke wieder umgekehrt wurde weil zu erkennen war, dass die Brandstelle in zu weiter Entfernung lag oder die Rauchwolken sich aufgelöst hatten so dass man davon ausgehen konnte das der Brand schon gelöscht war.
Mußte man bisher das Füllen der Pumpe mit Eimern oder sonstigen Gefäßen vornehmen so gab es 1887 eine Erleichterung, die Gemeinde kaufte eine neue 4 rädrige Saug- und Druckspritze der Fa. Christian Braun in Nürnberg für 1687.80 Mark.
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Kam es in folgenden Jahren nur zu einzelnen Brandfällen so häuften
sich die Brände zur Jahrhundertwende. Ein kurzer Einblick ins Jahr
1899:
11. August Ausgerückt nach Wasserburg Brand beim Stechlbräu.
16. August Ausgerückt in östliche Richtung Brand des Anwesen Randlinger in Stacherding;, Blitzschlag, Wassermangel
27. August Ausgerückt nach Kernpoint Brand des Kernpointner Anwesen, Blitzschlag
12. Sept. Ausgerückt nach Kirchensur Brand des Hausmaier- Anwesen.
Mußte man sich meistenteils mit der Rettung des Viehs, der Baumannsfahrnisse, der Mobilien sowie der Rettung der durch Brand bedrohten Nachbargebäuden zufriedengeben, so gelang es auch manchmal ein Wohnhaus des in Brand geratenen Anwesen dem Feuer zu entreißen.
Eine weitere Verbesserung der Ausrüstung erfolgte durch die Anschaffung einer neuen fahrbaren Schubleiter der Firma Lottholz und Hübsch aus Regensburg im Jahre 1902.
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Bis zum Beginn des 1.Weltkriegs waren in der Gemeinde Amerang mehrere Brände zu verzeichnen. Zu erwähnen sei der Brand
Kohlgrub am 25.9.1905
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und der beiden Öderbauernhöfe vom 29. auf den 30. Oktober 1910. Da beide Anwesen zu gleicher Zeit zu brennen begannen wird von Brandstiftung ausgegangen.
Mit Beginn des 1. Weltkrieges lichteten sich die Reihen der Feuerwehren. Immer mehr junge Wehrmänner wurden zum Dienst fürs Vaterland einberufen, bald schon kamen die ersten Meldungen von Gefallenen. Um die Lücken zu schließen, die in den Wehren wegen der Einberufung zum Kriegsdienst entstanden, wurde das Eintrittsalter der Freiwilligen und Pflichtfeuerwehr auf 16 Jahre herabgesetzt und das Eintritthöchstalter von 45 auf 60 Jahre erhöht. Trotz dieser Maßnahme war es schwierig die Einsatzbereitschaft aufrecht zu erhalten. In der Kriegszeit wird von 2 Brandfällen berichtet am 3. Oktober 1916 beim Mayr in Weng und am 9. Juli 1918 in Haslreith.
Nach dem Krieg bemühten sich wieder einige rührige Männer um das weitere Fortbestehen der Wehr. Der Verein erlebte in den nächsten Jahren trotz Inflationszeit wieder einen Aufschwung besonders zu erwähnen sei hier Vorstand Lechner aus Grünhofen und Schriftführer Niederlechner aus Amerang.
Am 27. Mai 1923 fand in Amerang die Bezirksfeuerwehrversammlung des Bezirks Wasserburg statt. Aus dem Bericht des Bezirksfeuerwehrvertreter Stautner ging unter anderen hervor, dass im Bezirk 59 freiwillige Feuerwehren mit 4735 Mitglieder bestehen.
Ein großes Fest feierte die Wehr am 24. Mai 1925. Zum 50- jährigen Gründungsfest wurde eine neue Fahne beschafft. Zahlreiche Vereine der Umgebung wohnten dem Feste bei, die Patenstelle übernahm wieder die Freiwillige Feuerwehr Halfing.

Ein Raub der Flammen wurde um diese Zeit die Ökonomiegebäude am Schloss, beim Eisner in Mallerting und beim Rechl in Amerang.
Bei der am 4. Oktober 1931 stattgefundenen Versammlung empfahl Bezirksfeuerwehrvertreter Heilmannseder der Gemeinde, auf Grund der zu erwartenden guten Finanzierung, die Anschaffung einer Motorspritze. Die Gemeinde konnte sich erst im November 1933 zum Kauf einer Motorspritze für den Preis von 3768 RM abzüglich 1500 RM Zuschuss entschließen. Die mechanische Kraft löst die Handarbeit ab. Am 11. März 1934 wird die Motorspritze vom Typ Magirus Goliath Modell 2 mit 2 rädrigen Fahrgestell offiziell der Feuerwehr übergeben.
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Mit Beginn des dritten Reiches gibt es grundlegende Änderungen. Der Einfluss der Politik in die Feuerwehren nimmt immer mehr zu. Mit Schreiben vom Dezember 1933 wird der Gemeinde mitgeteilt das ab sofort die Führungsstellen der Freiwilligen Feuerwehren vom Landesbranddirektor zu ernennen sind. In Amerang wurde Josef Geisler bestätigt der das Amt des 1.Kommandanten seit 1931 ausübt.
Die Zahl der Mitglieder erreicht im Mai 1934 mit 170 Mitglieder ihren höchsten Stand.
Am 8. April 1936 wird die Wehr als öffentliche Feuerwehr anerkannt und ist nun ein Teil der staatlichen Ordnungspolizei. Die Übungen und Appelle der Wehren werden auf Sonntag zum Zeitpunkt des Gottesdienstes verlegt.

Ein weiterer gravierender Eingriff ins Vereinsleben war das Verbot, Feuerwehrvereinsfahnen öffentlich zu zeigen. Bis zum 20. September 1937 mußten unsere beiden Fahnen beim Heimatmuseum abgeliefert werden.
Am 19.1.1938 wird unsere Wehr in einen Halblöschzug der Klasse A bzw. einen Normallöschzug nach Klasse B eingeteilt. Der Personalstand wird auf 62 Mann festgesetzt.
Mit Beginn des 2. Weltkriegs werden viele Kameraden eingezogen. In den folgenden Kriegsjahren reduziert sich der Personalstand nur mehr auf ein Minimum, dazu kam noch die Luftschutzausbildung. Und trotzdem konnte in dieser schweren Zeit die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr aufrecht erhalten werden. Von oberster Stelle war befohlen worden, Sonntagswachen an Feuerwehrhäuser aufzustellen. Bei einer Überprüfung im Jahre 1942 war diese Wache nicht anwesend, was den Kreisfeuerwehrführer bewog den Landrat zu informieren. Es folgte ein Schreiben vom 27.8.1942 an den Bürgermeister von Amerang in dem ihm mitgeteilt wird, dass die bestehenden Missstände sofort beseitigt werden müssen und die Feuerwehr Amerang in personeller und sachlicher Hinsicht umgehend den derzeitigen verschärften Anforderungen entsprechend ausgebaut wird.
Unsere Landeshauptstadt München wird immer öfter von schweren Luftangriffen heimgesucht, so werden die umliegenden Landkreise gebeten, Löschmannschaften aufzustellen . Auch die Gemeinde Amerang stellt eine Löschmannschaft zusammen, die mit dem Bus nach München gebracht wurden. Am 13. Juli 1944, nach schweren Bombenangriff, sind die Männer wieder tätig, als plötzlich ein einstürzendes Treppenhaus unseren Feuerwehrmann Albert Betz unter sich begräbt. Betz kann nur mehr Tod geborgen werden.
Zu erwähnen sei hier, dass seit Kriegsausbruch das Sägewerk Linhuber im Juni 1939, das Ökonomiegebäude am Schloss im Oktober 1942 und im November 1943 das Anwesen Flötzinger in Burgreith den Flammen zum Opfer gefallen sind.
Am 27. April 1945 brennt der Stadel des Vodermaier-Bauer in Amerang ab. Zu den Lösch- und Aufräumungsarbeiten werden Schüler der oberen Klassen und Frauen eingesetzt. Die Zahl der Wehrmänner hat sich auf ein kleines Häuflein reduziert.
Anfang Mai ist der unselige Krieg zu Ende.
Und wieder fanden sich einige Männer zusammen, die sich um den Fortbestand der Freiwilligen Feuerwehr Amerang einsetzten. Die nun wieder demokratisch gewählte Vorstandschaft setzte sich zusammen aus dem Vorstand, Christian Huber, dem Kommandanten Joseph Schäffler, dem stellv. Kommandant Peter Strell, dem Kassier Sylvester Löw sowie dem Schriftführer Joachim Voit. Der erste öffentliche Auftritt war wohl die Teilnahme an der Fronleichnamsprozession.
1956 erfolgte die Beschaffung einer Tragkraftspritze TS 8 der Marke Ziegler mit einem VW Industriemotor. Im gleichen Jahr übernimmt Hans Ober, Bürgermeister von Amerang, das Amt des Vorstandes.
1961 genehmigte der Gemeinderat die Anschaffung eines Tragkraftspritzenfahrzeug. Die Wahl fiel auf ein TSF der Firma VW/Magirus.
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Im Jahr 1965 zog die Feuerwehr in ein neues Gebäude neben der alten Schule.
Am 6.3.1966 ging eine Ära zu Ende, Joseph Schäffler seit Kriegsende 1. Kommandant der Ameranger Wehr scheidet aus Altersgründen aus dem aktiven Dienst aus und wird zum Ehrenkommandant ernannt. Aus der anschließenden Wahl gehen Josef Geisler 1. Kdt. und Ferdinand Lipp 2. Kdt. hervor.
Finanziert durch die Jagdgenossenschaft konnte die Feuerwehr ein Heuwehrgerät in Dienst stellen.
Bei der Gebietsreform 1971 blieb Amerang eine eigenständige Gemeinde und wurde am 1. Juli 1972 dem Landkreis Rosenheim angegliedert.
Die Gemeinde unterhält nun 3 Wehren und zwar die Feuerwehren Amerang, Evenhausen und Kirchensur.
Im Zuge der Modernisierung der Wehr wurde 1972 ein Tanklöschfahrzeug MB Ziegler TLF 16/25 und 1974 vier Atemschutzgeräte beschafft.
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Im gleichen Jahr begannen unter der Vorstandschaft von Peter Strell die Vorbereitungen zum 100-jährigen Gründungsfest. Der Festausschuss bemühte sich, ein ausgewogenes Programm zu erstellen und beschloss die Traditionsfahne von 1925 bei der Fahnenstickerei Miedl restaurieren zu lassen.
Das Gründungsfest wurde am Samstag 12. Juli mit einem Festabend eröffnet, am Sonntag zelebrierte Pfarrer Kreuzpointner am alten Sportplatz den Festgottesdienst. Anschließend verfolgten viele Zuschauer den Festzug der 50 Gastvereine durch den Ort.
Eine besondere Ehre für die Wehr war die Übernahme der Patenschaft bei der Freiwilligen Feuerwehr Evenhausen am 8.8.1976.
Bei den 1979 stattfindenden Neuwahlen löste Bernhard Neumayer Peter Strell als Vorstand ab. Für das seit Anfang der sechziger Jahre in Dienst stehende TSF wurde 1981 ein Löschgruppenfahrzeug MB Ziegler LF 8/8 angeschafft.
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Die wohl außergewöhnlichsten Einsätze der Wehr ereigneten sich am 31.8. und 6.9.1982. An beiden Tagen zogen schwere Gewitter teils mit Hagel und wolkenbruchartigen Regenfällen über unsere Gegend hinweg und richtete in der Gemeinde Amerang große Schäden durch Überschwemmungen an. Im Dorfgebiet waren teilweise bis zu 15 benachbarte Feuerwehren im Einsatz. Unsere Wehr war wochenlang mit Aufräumungsarbeiten beschäftigt.
Um bei Verkehrsunfällen schnellere Hilfe leisten zu können wurde 1983 modernes hydraulisches Rettungsgerät angeschafft. 1984 übernahm Strell Simon das Amt des 1. Kommandanten.
1986 konnte die Feuerwehr einen 2 Jahre alten VW Bus erwerben, der von den Kameraden umlackiert und zu einem Mehrzweckfahrzeug ausgebaut wurde. Weitere Geräte zu Brandbekämpfung und zur Technischen Hilfeleistung konnten in den folgenden Jahren beschafft werden.
1988 wurden Ludwig Koch, Josef Geisler und Ferdinand Lipp zu Ehrenmitglieder ernannt.
Hermann Kratz der seit 1990 das Amt des stellv. Kommandant bekleidet wird am 1. Mai 1995 zum Kreisbrandmeister des Landkreises Rosenheim bestellt.
Nach einigen Unstimmigkeiten und längeren Verhandlungen mit der Gemeinde beginnen am 17.8.1995 die Bauarbeiten für ein neues Feuerwehrhaus an der Wasserburger Straße. Bis zum Dezember 1996 sind die Bauarbeiten größtenteils abgeschlossen . Nicht zuletzt durch die Mithilfe der Feuerwehrkameraden und einigen Mitbürgern des Ortes konnte die Gemeinde, durch Eigenleistung von 6711 Stunden, einen Betrag von ca. 340.000 DM einsparen.
Nach dem Dankgottesdienst erfolgte am 14.12.1996 mit einem Fackelzug der Umzug vom alten ins neue Feuerwehrhaus. Die offizielle Einweihung des Gerätehauses erfolgte am 24. Mai 1997. Nach dem Umzug wurden alle Feuerwehrmänner mit der neuen Einsatzkleidung ausgerüstet.
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Im Jahre 1999 genehmigte die Gemeinde die Anschaffuyng eines Löschgruppenfahrzeugs MAN LF 16/12 mit 2000 Liter Wasser und feuerwehrtechnischer Beladung.

Es ist zu hoffen, dass sich immer genügend Menschen finden, die den Fortbestand der Freiwilligen Feuerwehren sichern und bereit sind, den in Not geratenen Mitmenschen zu helfen. Nach dem Wahlspruch:

Helfen in der Not ist unser Gebot

Gut Heil